FLORA
Lappland ist bekannt für seine unendlich weiten Wälder. Angefangen beim Botnischen Meeresbusen bis zum nördlichsten subarktischen Hochland. Zum typischen Landschaftsbild gehören neben den Sümpfen, die vogelreichen Moore und die unterschiedlichen Hügellandschaften.
In Waldlappland (Metsä-Lappi) ist der Kieferbaum am stärksten vertreten, sehr viel mehr als der Fichtenbaum. Flechten sind eher rar im Kieferwald. Fjäll-Lappland (Tunturi-Lappi) stellt eine baumlose Fjäll-Landschaft dar. Die üblichsten Bäume in der Tundra sind die Bergbirke und die Zwergbirke. Auf trockener Heide können Sie eine der schönsten lappländischen Blumen entdecken, die ‚Lapinvuoko’ (Dryas octopetala /fjällsippa). Das Gebiet im sog. ‚Arm’ Finnlands unterscheidet sich vom restlichen Lappland durch ihre Gebirgsvegetation. Beispielsweise die ‚tunturikihokki’ (Silene acaulis) kann ausschliesslich nur im Norden gefunden werden.
Die Sümpfe Lapplands sind vorrangig Aapa Sümpfe und in der nassen Mitte besteht die Vegetation aus Riedgras. Die nördliche Region von Fjäll-Lappland besteht aus Permafrost Palsasümpfen mit riesigen Tussockgräsern (Gräser mit horstartigem Wuchs), genannt Palsa. In diesen Sümpfen wächst die unterschiedlichste Sumpfflora, wie beispielsweise Sphagnum-Mose.
Durch Lapplands taghellen Nächte und der reinen Natur wachsen hier viele vitaminreiche Beeren. Für die Multbeeeren lohnt es sich Ende Juli bis Anfang August durch die Sümpfe zu gehen, die Blaubeeren findet man in den trockeneren Bereichen im August und die Preiselbeeren dann im September. Die Moosbeeren reifen zwar im Herbst doch schmecken diese am besten im darauf folgenden Frühjahr, wenn sie durch den Winter einmal gefroren unter der Schneedecke lagen.