WANDERN UND TREKKING
Wenn im Mai der letzte Schnee schmilzt, beginnt in Lappland die Wandersaison. Die lappländische Natur lässt sich auf kürzeren Ausflügen erkunden, oder auch auf mehrtägigen oder –wöchigen Trekkingtouren.
Auf markierten Pfaden, oder nach Kompass
Wer in Lappland wandern will, sollte eine realistische Vorstellung vom eigenen Orientierungssinn haben. Es gibt zahllose klar markierte Wanderrouten, doch steht es Ihnen auch frei, von diesen abzuweichen. Dann müssen jedoch Karte und Kompass mitgeführt werden und sachgerecht benutzt werden können.
Der größte Teil der Wanderwege befindet sich in den Nationalparks und in der Umgebung der Ski- und Wanderzentren. Die meisten sind auf einige Stunden ausgelegt. Bekannte längere Routen sind zum Beispiel die Fjällrouten Pallas-Ounastunturi, Ylläs-Aakenus-Levitunturi und die so genannte Nordkalottenroute durch Norwegen, Finnland und Schweden. Beliebt sind auch die Tagestouren im Nationalpark Pyhätunturi und in Luosto, sowie die Urho Kekkonen-Route in Salla.
Unterkünfte jeder Art
Entlang der Wanderrouten stehen die unterschiedlichsten Unterkünfte zur Auswahl: Von überdachten Unterständen mit Feuerstelle (auf Finnisch „laavu“) über frei zugängliche Schutzhütten bis hin zu mietbaren Hütten und natürlich Zeltplätzen. Die Wandergebiete der finnischen Forstverwaltung („Metsähallitus“) verfügen über markierte Routen, Zeltplätze, Feuerstellen, Unterstände und Naturpfade. Von den Hütten ist ein Teil frei zu benutzen, andere können gegen Gebühr für die Nacht reserviert werden.
Gute Ausrüstung ist unabdingbar
Die mitzuführende Ausrüstung des Wanderers richtet sich nach der Jahreszeit, nach Schwierigkeitsgrad und Länge der Strecke und nach der gewählten Unterkunftsform. Auch auf angemessene Kleidung und Schuhwerk muss unbedingt geachtet werden. Nach der Schneeschmelze im Frühjahr ist der Boden noch lange feucht, Bäche und Flüsse führen viel Wasser.
Karte und Kompass gehören in jedem Fall dazu – und müssen benutzt werden können!